Die
neuen Emissionsgrenzwerte sind aus heutiger Sicht nicht mehr wie bisher
durch innermotorische Maßnahmen zu erfüllen. Die Einhaltung
der neuen EU-Normen erfordern separate Abgasnachbehandlungssysteme.
Deshalb setzen die europäischen Hersteller schwerer Nutzfahrzeuge
auf eine zukunftssichere Lösung: die Abgasnachbehandlung auf Basis
der SCR-Technologie (Selective Catalytic Reduction) zusammen mit AdBlue©,
der hochreinen Harnstofflösung nach DIN 70 070.
Bei der SCR-Technologie wird innermotorisch der Partikelausstoß reduziert.
Das hat allerdings die Konsequenz, dass der Stickoxidausstoss erhöht wird.
Diesem kann man aber leicht mit der Chemie des AdBlue© begegnen. Die
Betankung der Harnstofflösung erfolgt in einem separaten Tank. Aus diesem
wird sie in den Abgasstrang eingespritzt. Dort fein zerstäubt gelangt der
durch die Hitzeeinwirkung frei werdende Ammoniak auf den SCR-Katalysator.
Hier
findet die eigentliche katalytische Reduktion statt. Die schädlichen Stickoxide
(NOx) im Abgas werden mittels Ammoniak (frei werdend aus AdBlue©) in Wasserdampf
und elementaren Stickstoff, einem natürlichen Bestandteil der Luft die
wir atmen, umgewandelt. Durch die nachgelagerte Entstickung der Abgase
wird
nach Herstellerangaben nicht nur die Optimierung des Motors hinsichtlich
Partikelaustoss erreicht, sonder auch eine Senkung des Kraftstoffverbrauchs
möglich. Die Leistung des Motors bleibt unbeeinträchtigt.
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